Aktuelle Informationen

Juli / August 2026

Symptome von Grapevine flavescence dorée phytoplasma auf der Rebsorte Sémillon

Erstnachweis der Goldgelben Vergilbung (Grapevine flavescence dorée phytoplasma) für Niederösterreich

Anfang August 2026 wurde die Goldgelbe Vergilbung der Rebe erstmals im Bezirk Bruck an der Leitha nachgewiesen. Diese Rebenkrankheit verursacht in den Befallsgebieten der Steiermark und des Burgenlands bereits erhebliche Schäden. Aufgrund dieser Entwicklung wurden in Niederösterreich bereits in den vergangenen Monaten Maßnahmen zur Eindämmung ihres Hauptüberträgers, der Amerikanischen Rebzikade (Scaphoideus titanus), gesetzt. Das Gebiet um den Fundort ist nun entsprechend abgegrenzt worden.

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Anoplophora chinensis auf Blatt von Vaccinium corymbosum

Erstfund des Zitrusbockkäfers (Anoplophora chinensis)

Ende Juli 2026 wurde vor der Kinderkrippe in Klöch (Steiermark) ein männlicher Zitrusbockkäfer gefunden. Im Umfeld des Fundortes werden visuelle Kontrollen sowie Spürhundeeinsätze durchgeführt. Zur Klärung der Herkunft des Käfers laufen derzeit Nachverfolgungen, ergänzt durch einen Meldeaufruf in der Gemeinde Klöch zu Pflanzenkäufen aus Befallsgebieten.

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Blatt mit Japankäfer

Erstfund des Japankäfers (Popillia japonica) für die Steiermark

Ende Juli 2026 wurden im Rahmen der jährlichen Erhebungen gemäß EU-Pflanzengesundheitsverordnung zwei Japankäfer in einer Lockstofffalle des Steirischen Pflanzenschutzdienstes nachgewiesen. Der Fund erfolgte an der Raststation Kaiserwald nahe Graz. Aufgrund ihrer Lage an einer bedeutenden Verkehrsachse mit direkter Verbindung zu Befallsgebieten in Italien wird derzeit davon ausgegangen, dass es sich um sogenannte Hitchhiker handelt, also Käfer, die unbeabsichtigt mit Fahrzeugen transportiert wurden.

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Blatt mit Japankäfer

Abgrenzungserhebungen aufgrund des Japankäfers (Popillia japonica) in Bayern und Vorarlberg

Im Raum östlich von Lindau (Bayern) wurden in den vergangenen Jahren wiederholt Japankäfer nachgewiesen. Die zuletzt zunehmende Zahl an Nachweisen hat die zuständige Behörde dazu veranlasst, Abgrenzungserhebungen einzuleiten, die derzeit durchgeführt werden. Zur Beurteilung der Befallssituation im Grenzraum erfolgen entsprechende Erhebungen auch auf österreichischer Seite. Das bestehende Monitoring wird hierfür durch zusätzliche Lockstofffallen und visuelle Kontrollen an Wirtspflanzen verstärkt. Die Ergebnisse dienen der Einschätzung einer möglichen Etablierung und Ausbreitung des Schädlings in der Region.

Im Jahr 2025 wurde bei Hörbranz (Vorarlberg) erstmals ein Japankäfer für Österreich nachgewiesen. Der Fund erfolgte durch eine Privatperson in einem Hausgarten. Seither wurden die Erhebungen in der Region intensiviert; dabei wurden 2025 noch drei weitere Einzelfunde des Käfers festgestellt. Ende Juli 2026 wurde nun der erste Japankäfer für Vorarlberg im laufenden Jahr nachgewiesen. 

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Asiatischer Eschenprachtkäfer

Erstnachweise des Asiatischen Eschenprachtkäfers (Agrilus planipennis) in der EU

Im Juni 2026 meldete der ungarische Pflanzenschutzdienst erste Nachweise des Asiatischen Eschenprachtkäfers nahe der Grenze zur Ukraine im Gebiet von Beregsurány. Wenige Tage später erfolgte ein weiterer Nachweis dieser Art in der Slowakei bei Streda nad Bodrogom, einer Ortschaft im Grenzgebiet zu Ungarn im Osten des Landes. Der slowakische Fundort liegt rund 60 km vom ungarischen Nachweis und etwa 350 km von der österreichischen Grenze entfernt. In Ungarn und der Slowakei wurden daraufhin Abgrenzungsmaßnahmen eingeleitet.

Der Asiatische Eschenprachtkäfer kann unbeabsichtigt über den Straßen- und Schienenverkehr verschleppt werden. Vor diesem Hintergrund wurde auch in Österreich die Überwachung verstärkt. Dabei kommen grüne Lockstofffallen zum Einsatz.

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Symptome von Grapevine flavescence dorée phytoplasma

Neues Infoblatt zur Goldgelben Vergilbung der Rebe (Grapevine flavescence dorée phytoplasma)

Die Rebkrankheit Grapevine flavescence dorée phytoplasma (GFDp) ist von wachsender Bedeutung in Österreich. Für die Produktion von Rebmaterial (inkl. Edelreiser und Unterlagen) gelten die in Anhang VIII der Verordnung (EU) 2019/2072 festgelegten Anforderungen. Ein neues Infoblatt zur Krankheit steht nun zur Verfügung.

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Phytosanitäre Bestimmungen über Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen!

Aufgrund der rasanten Entwicklungen bei den Transportkapazitäten in den letzten Jahrzehnten ist der globale Handel zu einem immer bedeutenderen Wirtschaftsfaktor geworden. Damit verbunden kam es zu einem raschen Ansteigen der Anzahl neu eingeschleppter Schädlinge in die EU, viele von ihnen mit mittlerweile weiter Verbreitung in der EU. Ihre Bekämpfung führt nicht nur zu Ertragseinbußen, sondern auch zu einer Intensivierung der Pflanzenproduktion.

Um diesem Prozess in Zukunft effizienter entgegenwirken zu können, gilt seit dem 14. Dezember 2019 eine neue EU-Verordnung über Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen, die VO (EU) 2016/2031. Diese Verordnung löste die bisher bestehende Richtlinie 2000/29/EG ab und dadurch ist es zu umfassenden Änderungen der pflanzengesundheitlichen Bestimmungen in der EU gekommen. Mit gezielteren Maßnahmen, u.a. mit einem Schwerpunkt auf dem Vorsorgeprinzip, und zusätzlichen Instrumenten sollen die Einschleppung und Verbreitung von neuen und besonders gefährlichen Schädlingen vermieden werden. Zusätzlich gelten auch harmonisierte Verfahren für amtliche Kontrollen und andere amtliche Tätigkeiten, festgelegt durch die neue Kontroll-VO (EU) 2017/625.

In Österreich sind Begleitmaßnahmen zur ordnungsgemäßen Durchführung der Verordnungen in einem neuen Pflanzenschutzgesetz und einer neuen Pflanzenschutzverordnung national festgelegt.

Die grundlegendsten Änderungen sind folgende:

Diese Bestimmungen tragen dazu bei, das Pflanzengesundheitssystem in der EU noch sicherer zu machen, um einen ausreichenden Schutz unserer heimischen Land- und Forstwirtschaft gewährleisten zu können.

Auf dieser Webseite werden laufend die wichtigsten Änderungen sowie die neuen Rechtsgrundlagen und weitere Informationen in Bezug auf die neuen phytosanitären Bestimmungen zur Verfügung gestellt werden.

Zum neuen Pflanzenpass-System wird hier ein Katalog mit häufig gestellten Fragen und Antworten (FAQs) zur Verfügung gestellt:

Für Unternehmer werden zur Ausstellung von Pflanzenpässen Leitlinien zur Verfügung gestellt. Diese dienen als Hilfestellung zur Erfüllung der Pflanzenpassbestimmungen bei der Produktion von Standard-Vermehrungsmaterial:

Die Rechtlichen Grundlagen zu den neuen phytosanitären Bestimmungen sind hier zu finden: