Neue phytosanitäre Bestimmungen über Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen!

Aufgrund der rasanten Entwicklungen bei den Transportkapazitäten in den letzten Jahrzehnten ist der globale Handel zu einem immer bedeutenderen Wirtschaftsfaktor geworden. Damit verbunden kam es zu einem raschen Ansteigen der Anzahl neu eingeschleppter Schädlinge in die EU, viele von ihnen mit mittlerweile weiter Verbreitung in der EU. Ihre Bekämpfung führt nicht nur zu Ertragseinbußen, sondern auch zu einer Intensivierung der Pflanzenproduktion.

Um diesem Prozess in Zukunft effizienter entgegenwirken zu können, gilt seit dem 14. Dezember 2019 eine neue EU-Verordnung über Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen, die VO (EU) 2016/2031. Diese Verordnung löst die bisher bestehende Richtlinie 2000/29/EG ab und dadurch ist es zu umfassenden Änderungen der pflanzengesundheitlichen Bestimmungen in der EU gekommen. Mit gezielteren Maßnahmen, u.a. mit einem Schwerpunkt auf dem Vorsorgeprinzip, und zusätzlichen Instrumenten sollen die Einschleppung und Verbreitung von neuen und besonders gefährlichen Schädlingen vermieden werden. Zusätzlich gelten auch harmonisierte Verfahren für amtliche Kontrollen und andere amtliche Tätigkeiten, festgelegt durch die neue Kontroll-VO (EU) 2017/625.

In Österreich sind Begleitmaßnahmen zur ordnungsgemäßen Durchführung der Verordnungen in einem neuen Pflanzenschutzgesetz und einer neuen Pflanzenschutzverordnung national festgelegt.

Die grundlegendsten Änderungen sind folgende:

Die neuen Bestimmungen tragen dazu bei, das Pflanzengesundheitssystem in der EU noch sicherer zu machen, um einen ausreichenden Schutz unserer heimischen Land- und Forstwirtschaft gewährleisten zu können.

Auf dieser Webseite werden laufend die wichtigsten Änderungen sowie die neuen Rechtsgrundlagen und weitere Informationen in Bezug auf die neuen phytosanitären Bestimmungen zur Verfügung gestellt werden.

Zum neuen Pflanzenpass-System wird hier ein Katalog mit häufig gestellten Fragen und Antworten (FAQs) zur Verfügung gestellt:

Für Unternehmer werden zur Ausstellung von Pflanzenpässen Leitlinien zur Verfügung gestellt. Diese dienen als Hilfestellung zur Erfüllung der Pflanzenpassbestimmungen bei der Produktion von Standard -Vermehrungsmaterial:

Die Rechtlichen Grundlagen zu den neuen phytosanitären Bestimmungen sind hier zu finden:

Aktuelle Informationen

Juni 2022

Aktuelles Auftreten des Japankäfers in Norditalien und der Schweiz

Popillia japonica tritt in einem großen Befallsgebiet nördlich von Mailand auf, das im Tessintal bis in die Schweiz reicht. Im Spätsommer und Herbst 2021 wurden einzelne Exemplare auch in Pheromonfallen in der Nähe von Basel (Schweiz) und in der Nähe von Freiburg (Deutschland) gefunden. In Österreich tritt der Japankäfer bislang nicht auf.

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Aleurocanthus spiniferus – erster Fund bei einer Pflanzenlieferung

Im Zuge einer Kontrolle eines Gartencenters wurde in Österreich zum ersten Mal der Unionsquarantäneschädling Aleurocanthus spiniferus (englisch: citrus spiny whitefly) gefunden. Bei einer Pflanzenpartie der Calamondinorange konnte der Schädling nachgewiesen werden. Die Pflanzen stammten aus Italien, wo auch bereits Ausbrüche des Zitrusschädlings gemeldet wurden.

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Erster internationaler Tag der Pflanzengesundheit

Die Pflanzengesundheit ist Voraussetzung für ein stabiles Ökosystem, den Erhalt der Biodiversität und einer nachhaltigen Forst- und Landwirtschaft. Der Schutz der Pflanzengesundheit sollte daher oberste Priorität haben. Anknüpfend an das Internationale Jahr der Pflanzengesundheit 2020, wurde von den Vereinten Nationen in diesem Jahr zum ersten Mal der 12. Mai zum internationalen Tag der Pflanzengesundheit erklärt.

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